KI im Projektmanagement · Ein Abschiedsgeschenk
Die Werkstatt bleibt offen.
Sieben Spiele, eine Prompt-Bibliothek, zehn Merksätze. Jede Runde würfelt neue Fälle — komm ruhig öfter vorbei.
Spielen & Üben
Ruhm & Ehre
Nachschlagen
🏥 Prompt-Krankenhaus
Die Visite beginnt
Zwölf Prompts liegen auf Station, jeder hat genau einen kranken Baustein. Ein Versuch pro Patient.
Krankenakte
Welcher Baustein ist krank?
Musterheilung
🧱 Prompt-Baukasten
Baue den Prompt
Wähle für jeden der fünf Bausteine eine Variante. Am Ende siehst du, wie stark dein Prompt geworden ist.
Dein Prompt wächst
⚖️ Zielkonflikt!
Zeit, Kosten oder Qualität?
Jedes Projekt kennt das magische Dreieck: Wenn es eng wird, muss eine Ecke nachgeben. Entscheide dich — pro Situation ist eine Antwort die vertretbarste.
Die Lage
🗺️ Stakeholder-Landkarte
Wer braucht was von dir?
Acht Menschen, ein Projekt — und nicht alle sind so wichtig, wie sie tun. Ordne jede Person in die Matrix ein.
Interesse →
🔀 Der Sortierer
Alles in Ordnung?
Vier Abläufe, kräftig durchgewürfelt. Tippe die Schritte in der richtigen Reihenfolge an — jeder Fehlgriff zählt.
🎲 Eine Woche Projektleitung
Dein Projekt, deine Woche
Sieben Tage, sieben Entscheidungen, echte Folgen. Welches Projekt du erwischst, verrät dir der Montag.
🧠 Das große Projekt-Quiz
Zeig, was hängen geblieben ist
Zehn Fragen quer durch den Kurs — von Meilensteinen über Stakeholder bis KI.
Frage
🏆 Bestenliste
Die Top 10 aus dem Kurs — pro Spiel. Eintragen kannst du dich nach jeder Runde.
📚 Prompt-Bibliothek
Aufklappen · kopieren · [KLAMMERN] mit deinem Projekt füllen
Der Kickoff-Kompass
Wann: Vor dem ersten Projekttreffen
Rolle: Du bist eine erfahrene Projektleiterin, die schon viele Kickoffs moderiert hat und weiß, welche Fragen am Anfang entscheidend sind. Kontext: Ich starte ein neues Projekt: [PROJEKT UND ZIEL IN 2–3 SÄTZEN]. Beteiligt sind: [ROLLEN/ABTEILUNGEN]. Zeitrahmen: [ZEITRAUM]. Aufgabe: Erstelle mir eine Agenda für ein 90-minütiges Kickoff-Meeting und eine Liste der zehn wichtigsten Fragen, die wir dort klären sollten. Format: Agenda als Tabelle (Uhrzeit, Punkt, Ziel), Fragen als nummerierte Liste. Grenzen: Keine allgemeinen Floskeln – jede Frage muss sich konkret auf mein Projekt beziehen. Maximal eine Seite.
Notiz: Je konkreter der Kontext, desto weniger Floskeln. Zwei ehrliche Sätze zum Projekt reichen schon.
Die Protokoll-Presse
Wann: Nach jedem Meeting
Rolle: Du bist ein präziser Projektassistent, der aus Meeting-Notizen verlässliche Protokolle macht. Kontext: Hier sind meine Rohnotizen aus unserem Projektmeeting vom [DATUM]: [NOTIZEN EINFÜGEN]. Aufgabe: Erstelle daraus ein Ergebnisprotokoll mit drei Abschnitten: Entscheidungen, Aufgaben (mit Verantwortlichen und Terminen, soweit genannt), offene Punkte. Format: Drei Überschriften mit Stichpunkten darunter. Aufgaben als Tabelle: Was, Wer, Bis wann. Grenzen: Erfinde nichts dazu. Wenn Verantwortliche oder Termine fehlen, schreibe [OFFEN] – ich ergänze das selbst.
Notiz: Das [OFFEN] ist der wichtigste Teil: So siehst du sofort, was im Meeting unklar geblieben ist.
Das Risiko-Radar
Wann: In der Planung – und bei jedem Kurswechsel
Rolle: Du bist ein kritischer Risikomanager, der lieber eine unbequeme Frage zu viel stellt als eine zu wenig. Kontext: Mein Projekt: [PROJEKT IN 2–3 SÄTZEN]. Aktueller Stand: [PHASE/STAND]. Was mir bereits Sorgen macht: [BAUCHGEFÜHL, FALLS VORHANDEN]. Aufgabe: Nenne die zehn größten Risiken für dieses Projekt. Bewerte jedes nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung (jeweils hoch/mittel/niedrig) und schlage je eine konkrete Gegenmaßnahme vor. Format: Tabelle mit den Spalten: Risiko, Wahrscheinlichkeit, Auswirkung, Gegenmaßnahme. Grenzen: Keine Allerwelts-Risiken wie „Budget könnte knapp werden“ ohne Bezug zu meinem Kontext. Bleibe bei zehn Punkten.
Notiz: Das Bauchgefühl mitzugeben lohnt sich – die KI nimmt deine Sorge ernst und denkt sie weiter.
Der Status-Übersetzer
Wann: Wenn aus Arbeitsstand ein Bericht werden muss
Rolle: Du bist eine Kommunikationsexpertin, die Projektstatus so aufbereitet, dass Entscheider ihn in zwei Minuten erfassen. Kontext: Empfänger des Berichts: [Z. B. LENKUNGSAUSSCHUSS, AUFTRAGGEBERIN]. Hier mein aktueller Stand in Stichpunkten: [STICHPUNKTE: WAS LÄUFT, WAS HAKT, WAS KOMMT]. Aufgabe: Formuliere daraus einen Statusbericht mit Gesamteinschätzung (Ampel: grün/gelb/rot mit einem Satz Begründung), Fortschritt seit dem letzten Bericht, aktuellen Problemen und nächsten Schritten. Format: Vier kurze Abschnitte mit Zwischenüberschriften. Insgesamt maximal eine halbe Seite. Grenzen: Sachlicher Ton, keine Schönfärberei – Probleme klar benennen. Keine Details erfinden, die nicht in meinen Stichpunkten stehen.
Notiz: „Keine Schönfärberei“ ist Gold wert: Ohne diese Grenze klingt jeder Bericht nach Werbeprospekt.
Der Stakeholder-Dolmetscher
Wann: Eine Botschaft, mehrere Empfängergruppen
Rolle: Du bist ein erfahrener Projektkommunikator, der dieselbe Nachricht für unterschiedliche Zielgruppen passend formuliert. Kontext: Diese Botschaft muss raus: [KERNBOTSCHAFT IN 1–2 SÄTZEN, Z. B. EINE VERZÖGERUNG, EINE ÄNDERUNG, EIN ERFOLG]. Hintergrund: [KURZE EINORDNUNG]. Aufgabe: Formuliere die Botschaft dreimal: für die Geschäftsführung (knapp, Konsequenzen im Blick), für das Projektteam (offen, mit nächsten Schritten) und für betroffene Kolleginnen und Kollegen außerhalb des Projekts (verständlich, ohne Projektjargon). Format: Drei klar getrennte Varianten mit Überschrift, je maximal fünf Sätze. Grenzen: Kein Fachjargon in der dritten Variante. Alle drei Varianten müssen inhaltlich dasselbe sagen – nur Ton und Tiefe unterscheiden sich.
Notiz: Prüfe besonders Variante drei: Wenn deine Nachbarin sie verstehen würde, ist sie gut.
Der Lessons-Learned-Lotse
Wann: Zum Abschluss – oder nach jedem Meilenstein
Rolle: Du bist eine ruhige Moderatorin für Projekt-Rückblicke, die auch aus schwierigen Projekten Lernen möglich macht, ohne Schuldige zu suchen. Kontext: Abgeschlossen wurde: [PROJEKT/MEILENSTEIN]. So lief es aus meiner Sicht: [2–3 EHRLICHE SÄTZE – WAS GUT LIEF, WAS SCHWER WAR]. Aufgabe: Erstelle mir einen Leitfaden für einen einstündigen Lessons-Learned-Termin: Einstiegsfrage, drei Kernfragen, eine Methode gegen Schweigen und eine Abschlussrunde. Formuliere zusätzlich fünf Interviewfragen für Beteiligte, die nicht am Termin teilnehmen können. Format: Ablauf als Tabelle (Minuten, Schritt, Frage/Methode), Interviewfragen als nummerierte Liste. Grenzen: Alle Fragen zukunftsgerichtet formulieren („Was machen wir nächstes Mal anders?“), keine Fragen, die einzelne Personen bloßstellen.
Notiz: Die Interviewfragen sind das Extra: So hörst du auch die Stimmen, die im Termin fehlen.
💡 Merksatz-Wand
Die KI liest keine Gedanken. Sie liest deinen Prompt.
Erst denken, dann tippen: Was genau will ich in den Händen halten?
Eine Rolle gibt der Antwort Haltung und Tonlage.
Kontext ist kein Ballast. Er ist die halbe Antwort.
Wer kein Format bestellt, bekommt eine Überraschung.
Grenzen machen Antworten kürzer, ehrlicher und sicherer.
Vertrauliches bleibt vertraulich – auch gegenüber einer KI.
Der erste Entwurf ist ein Angebot, kein Endergebnis.
Prüfe, was du weitergibst: Unterschreiben musst du – nicht die KI.
Werkzeug wird besser, wenn man es benutzt. Die Werkstatt bleibt offen.